Von Schutz und Nähe

Irgendwie klingt alles unglaublich, was ich hier erzähle. Und doch ist es so passiert, genauso real wie der Boden unter meinen Füßen.
Vor fast  dreißig Jahren fuhr ich eines Morgens zur Arbeit. Ein Augenblick der Unachtsamkeit – und ich entging nur haarscharf einem schweren Verkehrsunfall. Noch während mein Herz schneller schlug, dachte ich: Das war mehr als Glück. Da war sicher mehr als nur ein Schutzengel an meiner Seite.
Ich hatte diesen Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, da durchfuhr mich ein heftiger Schauder. Dreimal kurz hintereinander, jedes Mal sehr intensiv. Für mich war es ein klares Zeichen: Drei Engel waren bei mir gewesen.
In den Folgejahren beschäftigte ich mich intensiv mit Engelliteratur. Und je mehr ich las, desto deutlicher wurde mir etwas Erstaunliches: Jedes Mal, wenn ich sie rufe, sind sie da.
Ich sehe sie nicht. Ich höre sie nicht. Aber ich spüre sie. Unmittelbar. Ein Ganzkörperkribbeln durchzieht mich, warm, beruhigend, umhüllend. Für mich ist das ihre Art, sich bemerkbar zu machen.
Ich bitte oft um ihren Beistand. Und fast alle meine Bitten gehen in Erfüllung – sei es in materiellen Dingen, in gesundheitlichen Fragen oder in Momenten innerer Not. Ich liebe und vertraue meinen Engeln vollkommen. Ich spreche mit ihnen. Klar, laut, ohne Umschweife. Und ich vergesse niemals, Dank zu sagen. Nicht nur ihnen, sondern auch der Macht, die über ihnen steht: Gott und der Gottesmutter.
Ich bin kein besonders frommer, kein kirchlich aktiver Mensch. Aber ich glaube zutiefst an Gott. Ich weiß, dass es das Gute gibt – und das Böse. Und ich bin überzeugt: Wer sich dem Guten zuwendet, wird getragen.
Eines Nachts hatte ich ein Erlebnis, das mich lange bewegte.  Ich wachte mitten in der Nacht auf. Da ich Seiten- und Bauchschläfer bin, lag ich in dem Moment auf dem Bauch. Ich wollte mich aufrichten und spürte deutlich, wie etwas mich am Rücken festhielt, und nach unten drückte. Es fühlte sich nicht gut an. Eher dunkel und bedrängend. Vielleicht war es etwas Böses, vielleicht ein Dämon.
Es gelang mir meine Nachttischlampe anzumachen. Dann rief ich meine Engel um Beistand.
Was dann geschah, lässt sich kaum in Worte fassen. Minutenlang überkam mich ein Schauder nach dem anderen. Welle um Welle. Es fühlte sich an, als seien ganze Heerscharen von Engeln bei mir, im Kampf gegen etwas Böses, das keinen Platz haben durfte.
Irgendwann schlief ich wieder schweißgebadet ein.
Ich glaube nicht, dass ich etwas Besonderes bin.
Ich weiß nur: Mein Leben war früh von Verlust geprägt. Als zweites, unerwartetes Zwillingskind geboren, überlebte ich mit 1.350 Gramm Geburtsgewicht.  Mein normal gewichtiger Zwillingsbruder, starb während unserer ersten Nacht. Als ich fünf Jahre alt war, verschied mein Vater. Ich kam für einige Jahre ins katholische Waisenheim. Diese Zeit ist aus mir gelöscht – als hätte ich sie nie gelebt.
Vielleicht war all das die Prüfung. Vielleicht Schutz, oder  Vorbereitung. Nennen wir es doch einfach wissenschaftlich Trauma.
Ich weiß es nicht.
Aber ich weiß, dass ich mich geführt fühle. Gehalten. Begleitet.
Und nun frage ich euch:
Was meint ihr zu all dem, was ich hier als real erlebt habe?
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About Robert E. Steinmetz

Polizei Chef-Kommissar i.R. Autor
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